„Zur schönsten Zeit des Jahres, wenn die Temperaturen angenehm und der Himmel blau sind, entführen wir Sie auf eine wunderschöne Panorama-Tour auf die französische Rhône und Saône“ – und so kam es dann auch!

Der Start in Lyon war schon atemberaubend schön. Mitten durch die Stadt führte unsere Ausfahrt auf der MS BIJOU DU RHÔNE bei beleuchteter Stadt, Sehenswürdigkeiten und Brücken (siehe auch unten bei den Fotos).

1. Halt: Chalon-sur-Saône:

​Unser erster Halt war Chalon-sur-Saône. Von dort aus besuchten wir das beeindruckende „Hospices Civils de Beaune“ in Beaune aus dem 14. Jahrhundert.
Anschließend informierten wir uns bei einem Ziegenbauern über dessen wirtschaftliche Tätigkeit auf einem 65 ha großen, bergigen Gelände, auf dem auch nur Ziegen grasen können, deren Milch er zu Käse und weiteren Milchprodukten selbst verarbeitet. Von der Qualität des Ziegenkäses konnten wir uns bei einem kleinen Imbiss vor Ort selbst überzeugen.

2. Halt: Mâcon:

Gleich morgens nach dem Anlegen in Mâcon fuhren wir voller Erwartenshaltung los, um die bekannten und sehr speziellen Waguy-Rinder zu besichtigen. Wir hatten Glück mit dem Besitzer, der neben der Viehhaltung auch gleichzeitig Tierarzt war und uns mit spezifischem Wissen viel über die Zucht dieser speziell aus Japan eingeführten Rinder erzählen konnte. Bis zu 280,- € bezahlen Gourmet-Restaurants vornehmlich aus Paris für das Kilo Fleisch. Für uns hatte er das wertvolle Fleisch gegrillt und wir fühlten uns bei dem schmackhaften Happen wie „Gott in Frankreich“. Ein bisschen leid taten uns die Daheimgeblieben, bei diesem köstlichen Essen im Freien mit Blick in eine sehr ansprechende Landschaft.
Hochzufrieden kehrten wir nach einem erfüllten Tag, bei dem wir auch noch viel über den Ackerbau auf dem 100 ha großen Betrieb erfuhren, zurück aufs Schiff.
Abends gab Jan Peters im Rahmen eines Seminars noch Einblick in die derzeitige weltweite Vermarktungssituation bei Getreide und Ölsorten.

3. Halt: Trévoux:

Wir befinden uns noch immer auf der Saône in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Heute besuchen wir bei Grignan und einen Trüffelbauern. Mit Hunden werden auf seinem 15 ha großem Betrieb, dem größten zusammenhängenden Anbaugebiet für Trüffel in Frankreich (daneben werden Trüffel noch in der Schweiz und in Deutschland angebaut), Trüffel gesucht. Es folgte eine beeindruckende Vorführung der Trüffelsuche seiner wichtigsten und wertvollsten „Labrador-Mitarbeiter“ . Trüffel wachsen an den Wurzeln von Weicheichen, Steineichen, Haselnussbäumen, sowie Birken und Linden. 400 Bäume stehen auf einem ha. Nach 10 Jahren!! können erste Trüffel an diesen selbstgezüchteten Bäumen geerntet werden. Dann produzieren diese Bäume aber auch 70 Jahre lang der ca. 30 verschiedenen Sorten Trüffel. Bis zu 800,- € kosten die edelsten Trüffelsorten, von denen insgesamt 200 kg pro Jahr geerntet werden.
Natürlich durfte eine Kostprobe nicht fehlen, die dann mit einem köstlichen Glas Weißwein serviert wurde. Und wieder fühlten wir uns aufs Beste informiert und verwöhnt.
Auf der Rücktour machten wir noch Halt in Grignan, am größten Renaissance-Schloss Südfrankreichs und ließen uns bei einer Führung durch das Schloss den Hauch der Geschichte dieses guterhaltenen Schlosses um die Ohren wehen.

4. Halt: Arles:

Zurück auf der Rhône standen heute die berühmten wilden Stiere in „la Ferme Saint-Germain“ auf dem Programm. Die bekamen wir nur von weiten und unter Einhaltung engster Verhaltensvorschriften zu sehen. Sie werden wild gehalten und aufgezogen, um den wilden Charakter für ihre eigene Aufgabe zu erhalten, dem französischen Stierkampf. Bei diesem werden die Tiere nicht getötet, vielmehr ist der Mut des Toreros gefordert, dem Stier Bänder um die Hörner zu legen. Die Tiere werden nach Verhalten und Wildheit ausgezeichnet. „Unser“ Bauernhof hatte schon eine Reihe an Auszeichnungen neben imponierenden Bildern dieses Stierkampfes an der Wand hängen.
Gleichzeitig züchtete man auch die weithin bekannten weißen „Carmaguepferde“, die wir zudem auf der ganzen Fahrt immer wieder in freier Wildbahn sehen konnten.

 

Als Kontrast informierte uns die Inhaberin dieses Betriebes auch über den auf mehreren Hektar ausgebrachten betriebenen Reisanbau. Keine Seltenheit in dieser flachen und wasserreichen Gegend von Südfrankreich.
Selbst rote Flamingos in den Salzseen und Salzsalinen säumten unseren Weg zurück zum Schiff. Es blieb kein Wunsch mehr offen, Südfrankreich mit seiner Artenvielfalt kennenzulernen.

5. Halt: Avignon:

Endlich stand auch noch der Besuch eines Ackerbaubetriebes auf dem „Zettel“. Klein aber persönlich in dritter Generation von der Inhaberin geführt, wurden wir über die Probleme eines Berg-Ackerbauers informiert. Das Leben auf nahezu 1.000 Metern Höhe zeigt wenig Vergleichbarkeiten zu unseren Flachländer–Betrieben. Vielmehr als die „karge Landwirtschafts-Info“ genossen wir bei herrlichem Wetter und wunderschöner Aussicht das wohlschmeckende Mittagessen.
Zum Schutz unserer Haut bekamen wir alle eine rote Kappe angeboten, um der großen Nähe zur Sonne und deren Strahlung ungeschadet zu trotzen. Leider mussten wir diese Kappen wieder abgeben, weil sie einigen von uns besonders gut standen!!

6. Halt: Lyon:

Zurück zum Ausgangspunkt unserer Rundreise und der Aussicht, französischen Wein direkt beim Anbauer probieren zu können, trieb es uns in die Region Auvergne-Rhône-Alpes. Hier wird der bekannte Beaujolais angebaut, den wir nicht nur am Rebstock erläutert bekamen sondern ihn natürlich auch verkosten konnten.
Weinselig und mit viel Informationen strebten wir direkt auf den Höhepunkt der Reise zu, unserem Abschiedsabend, an dem es bekannterweise immer ein besonderes Abendessen gibt. Diesmal in einer Brasserie in Lyon. Das Essen kann man nicht beschreiben, das muss man schmecken und vor allem dabei sein.
Wenn Sie Lust haben, all das Schöne einer Agrarreise genießen zu wollen, schauen Sie sich doch einfach einmal unsere Reiseangebote für die nächste Zeit an. Vielleicht ist etwas dabei für Sie und wir sehen uns einmal bei einer dieser individuellen und anspruchsvollen Agrarreisen mit Gleichgesinnten.

Wir freuen uns auf Sie!!
Es grüßt herzlich Ihr Team von JAN PETERS AGRARREISEN